Tinnitus

Wenn es in den Ohren saust, zischt, klopft, dröhnt oder klingelt...

...dann ist oft Tinnitus die Ursache.

Ein Leiden, das zunächst mit Geräuschen im Ohr beginnt und schließlich als chronischer Tinnitus die gesamte Wahrnehmung beeinflußt.

Doch chronischer Tinnitus ist primär keine Krankheit des Ohres, sondern eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn.

Ziel jeder Behandlung muss es deshalb sein, das Unterbewußtsein von der Wahrnehmung lästiger Geräusche abzukoppeln, also das akustische System auf die normale Wahrnehmung zurückzuführen.

Dieses Ziel ist heute erreichbar geworden - durch die Kombination moderner Therapiemethoden und Technologien.

Tinnitus - Ohrensausen oder mehr?

Tinnitus tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Das Leiden spielt sich in Form verschiedenster Geräusche scheinbar im Ohr ab, ohne dass wirklich ein äußerer Reiz auf das Ohr einwirkt.

Das bedeutet, keine akustische Stimulation aufzunehmen und trotzdem ständig lästige Geräusche zu "hören" - ein gefährlicher Kreislauf, der da im Kopf eines Betroffenen angestoßen wird...

Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für die Wahrnehmung von Geräuschen, die keiner externen Geräuschquelle zugeordnet werden können. Wahrgenommen werden solche Geräusche, die wie ein Läuten, Zischen, Summen oder Rauschen klingen.

Diese Geräusche können schließlich eine so hohe Aufmerksamkeit erzwingen, dass sie zur alles beherrschenden Wahrnehmung werden. Ein Zustand, der Wohlbefinden und Lebensqualität deutlich einschränkt. Man spricht dann vom kompensierten Tinnitus.

Wie entsteht ein Tinnitus?

Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass in der weit überwiegenden Mehrzahl die Ohrgeräusche ihre Ursache tatsächlich im Ohr haben (cochleär). Irgendwann kommt eine Fehlinformation aus dem Ohr, wird über die Gehörbahn dem Gehirn zugeführt und löst einen Kreislauf des Hörens auf Geräusche aus, die tatsächlich im Gehirn produziert werden. Ein Kreislauf, der sich jedoch schnell "tot läuft", wenn die ursprüngliche Information nur von kurzer Dauer war.

Erfolgt die Information über längere Zeit bzw. wird der zentrale Kreislauf immer wieder von neuem angestoßen, kann er sich durch interne Rückkopplungen verselbständigen. Er läuft auch dann weiter, wenn gar kein weiteres Fehlsignal an das Gehirn gesendet wird. An dieser Fehlverarbeitung sind verschiedene Gehirnzentren beteiligt, u.a. das sogenannte "Limbische System", welches Sitz unserer Gefühlswelt ist.

Weil sich die Wahrnehmung des Tinnitus schließlich nur noch im Gehirn abspielt, spricht man auch von einem "zentralisierten Ohrgeräusch".

Tinnitus normale Höraktivität?

In diesem Zusammenhang ist interessant, daß völlig normal hörende Menschen, die im Rahmen eines Experiments in eine schalldichte Kammer gesetzt wurden, nach einer Weile einen Tinnitus wahrnahmen. Es scheint sich bei Tinnitus also um eine Art Grundaktivität unseres Hörsystems zu handeln, die wegen ihres geringen Pegels normalerweise nicht wahrgenommen wird.

Nur wenn Tinnitus unsere "akustische Aufmerksamkeit" erlangt, wird er für uns zum Problem.